Wenn ein Korken schimmelt, bröselt, bricht, von Schädlingen befallen ist oder undicht wird, wird es für den Wein gefährlich. Wichtig ist das der Weinkeller nicht zu trocken ist, dass die Temperatur unter 16 Grad Celsius liegt und dass die Korken ab und an überprüft wird. Doch was tun, wenn trotz aller Vorsicht dann doch einmal der Korken angegriffen wird?
Ein Korken hat natürlich, wie alles andere auch, nur eine begrenzte Haltbarkeit. Selbst bei den schlechtesten Korken bleibt der Wein oft unbeschadet, auch wenn man den Wein schon riechen kann. Die Lebensdauer eines Korkens hängt von verschiedenen Umständen ab. Trockenheit und Wärme mag ein Korken garnicht - oftmals wird er im Keller auch von korkfressenden Schädlingen befallen. In der Regel sollte man den Korken regelmäßig prüfen und alle zehn Jahre wechseln. Schlechter Kork kann auch schon nach wenigen Jahren unbrauchbar werden.
Um einen Korken zu prüfen, muss man zunächst die Kapsel entfernen, unter der sich meist die erste Überraschung verbirgt: Oft schimmelt der Korken unter der Kapsel, bzw unter dem Siegelwachs. Das Problem hierbei liegt darin, dass der Korken ständig atmet und ausdünstet. Ist die Kapsel Luftdicht verschlossen, entsteht unter Ihr Schimmel. Das ist aber kein Grund den Wein wegzukippen! In diesem Fall reinigt man den schimmligen Korken unter warmen Wasser mit einer Bürste und wird in den meisten Fällen feststellen, dass dieser bis auf bräunliche Verfärbungen noch in Takt ist. Dann gilt es zunächst den Korken durch den Flaschenhals mit einer Taschenlampe von innen her in Augenschein zu nehmen, um festzustellen, ob der Verfall schon bis in den Flascheninnenraum vorgedrungen ist. Sollte auch dies der Fall sein, ist immer noch nichts verloren – nun sollte man beim entfernen des Korkens allerdings besonders behutsam vorgehen! Durch vorsichtiges eindrehen des Korkenziehers bis zum Ende des Gewindes, (was man sonst nicht tun sollte um den Korken im Inneren der Flasche nicht aufzusprengen) erhält man einen besseren Halt und vermeidet so, dass der Korken beim Entfernen in der Mitte bricht. Nun muss man den Korken möglichst in einem Zug herausziehen, da er bei unentschlossenem Zug zerbrechen könnte. Hat man das Glück auf seiner Seite, ist der Korken unbeschadet entfernt – hat man weniger Glück, zerbricht der Korken und Teile dessen fallen durch den Hals in den Inhalt der Flasche.
Auch hier heißt es Ruhe bewahren und den Wein durch ein naturfaser Teesieb in einen Dekanter umfüllen – geschafft! Nun sollte dem Genuss des alten Weines nichts mehr im Wege stehen, sofern er noch genießbar ist.

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